Über uns

Der Musikunterricht ist am St. Michael-Gymnasium fester Bestandteil der Stundentafel der Klassen 5-9 und kann in der Oberstufe durchgehend belegt sowie als Abiturfach gewählt werden.

Musik im Unterricht

Unser Anliegen ist es, den musikalischen Erfahrungshorizont der Schülerinnen und Schüler in möglichst vielseitiger Hinsicht zu erweitern und das Verstehen und Erleben von Musik zu ermöglichen bzw. zu vertiefen. In Verbindung mit Werkanalysen und wissenschaftspropä-deutischer Reflexion ist das Musizieren ein besonderer Schwerpunkt unseres Unterrichts.

Dabei kann natürlich nicht vorausgesetzt werden, dass jeder Schüler unseres Gymnasiums ein Instrument spielen gelernt hat. Im Gegenteil kommt es gerade darauf an, jungen Menschen, die noch keine Instrumentalisten sind, zu zeigen, dass sie durchaus in der Lage sind, Instrumente, die ihnen im Musiksaal zur Verfügung stehen (Xylophone, kleinere Percussioninstrumente, Schlagzeug, Klavier), zu spielen und mit anderen gemeinsam zu musizieren – eine Erfahrung, die ihnen sonst eventuell verborgen bliebe.

Wenn die Voraussetzungen in einem Musikkurs oder einer Klasse besonders günstig sind, was seit Jahren bei uns immer wieder der Fall ist, kann es sogar dazu führen, dass musikpraktische Elemente des normalen Musikunterrichts weiterentwickelt und sogar zu einer Aufführung gebracht werden, wie das z. B. im 12er-Grundkurs des Schuljahres 2010/11 der Fall gewesen ist: Die Schüler dieses Kurses haben über die Beschäftigung mit rhythmischen Besonderheiten ein sehr komplexes eigenes Klangstück entwickelt, bei dem sie, angeregt von der Rhythmusgruppe STOMP, Alltagsgegenstände aus der Schule wie Mülleimer, Brotdosen, Stifte, Leitern verwendet haben.

Im Zusammenhang mit dem praktischen Musizieren wird an unserer Schule viel Wert darauf gelegt, den Schülern bewusst zu machen, dass jeder von ihnen auch in seiner Stimme ein Instrument hat, das ihm jederzeit zur Verfügung steht und mit dem man i. d. R. ohne größere Übephasen in der Lage ist, musikalisch aktiv zu werden. Hierbei steht im Vordergrund, Schüler zum gegenseitigen Zuhören und zum gezielten Einsatz ihrer Stimme zu erziehen. Selbstverständlich müssen besonders im Umgang mit der Stimme oftmals verstärkt Hemmschwellen überwunden werden. Aber umso häufiger ist anschließend das persönliche Ergebnis für den Einzelnen überraschend gewinnbringend – und damit natürlich auch für den Lehrer! Dies ist ganz besonders dann der Fall, wenn die Aktivitäten des Unterrichts Schüler sogar zur Teilnahme an den musikalischen AGs unserer Schule motivieren (siehe Chor und Orchester).

Musik im Schulleben

Die musikalische Mitgestaltung unseres Schullebens ist ein fester Bestandteil unserer Arbeit. So bilden neben den regelmäßigen Schulkonzerten die Unterstützung beim Tag der offenen Tür, bei Weihnachtsfeiern, am ersten Schultag der Fünftklässler oder bei Sonder-veranstaltungen wie z.B. dem Richtfest unseres Erweiterungsbaus willkommene Gelegenheiten, Geprobtes vor Publikum zu präsentieren (siehe Fotos auf unserer Galerie oder Zeitungsartikel unter Pressebeiträge).

Außerdem bemühen wir uns in allen Jahrgangsstufen um gemeinsame Konzert- oder Opernbesuche, um auch diese Art der Musikkultur im Leben unserer Schüler zu etablieren. So haben wir in diesem Schuljahr z.B. Frau Maria Heister als professionelle Pianistin zu  einem Gesprächskonzert zu uns eingeladen, hatten Besuch des zeitgenössischen Komponisten Günther Wiesemann und waren im Rahmen eines Opernprojektes in der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf bei Puccinis „Tosca“.

Methodisch arbeiten wir vielfältig und lockern Phasen musikalischer Analyse gezielt auf durch fächerübergreifende Arbeit (besonders mit Deutsch und Kunst), durch szenische Darstellungen, durch Perzepte, also durch das Umsetzen von Gehörtem in Schrift oder Bild, und arbeiten auch produktionsorientiert, was z.B. bedeutet, dass Schüler Plakate zu einer Oper/einem Musical entwerfen, Radiosendungen zu behandelten Themen verfassen oder eigene Musik oder Vertonungen gestalten.

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